Die Bundesdelegiertenversammlung (BDV) 2004

Der demokratische Höhepunkt jeden BDP-Jahres findet immer am ersten Dezemberwochenende statt und ist damit auch der krönende Abschluss der bundesweiten Jahresarbeit:
Die Bundesdelegiertenversammlung.

Diesmal fand sie ausnahmsweise am zweiten Dezemberwochenende in Tübingen statt.
Das diesjährige Schwerpunktthema war:

Interkulturelles Training

Tagesordnung:
01) Eröffnung durch den Bundesvorstand
02) Festellen der Beschlussfähigkeit
03) Wahl der Versammlungsleitung und der ProtokollantInnen
04) Beschlussfassung über die Tagesordnung
05) Genehmigung des Protokolls der BDV 2003 in Rostock
06) Bericht des Vorstands und der Geschäftsstelle
07) Bericht der Revisoren für das Jahr 2003
08) Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2003
09) Satzungsänderungsanträge
10) Antrag Bundescamp 2007
11) Vorstandswahlen
12) Verschiedenes

Die Punkte 01-08 gingen ziemlich schnell über den Tisch.

Bei den Satzungsänderungsanträgen gab es sehr unterschiedliche Meinungen, warum es auch nicht komplett so übernommen werden konnte. Dieses Thema ist ziemlich komplex, deshalb können per Mail an lv.hh@bdp.org Fragen dazu direkt gestellt werden, die wir dann gerne beantworten.

Dafür wurde einstimmig der Antrag auf ein weiteres Bundescamp angenommen, was nicht anders zu erwarten war. Das erste Vorbereitungstreffen wird im Oktober stattfinden.

Vorstandswahl des vierten Vorstandsmitgliedes:
Carmen Waack.
Nun besteht der Bundesvorstand das erste Mal aus vier Mitgleidern, nämlich von unten rechts:
Carmen Waack (Bremen-Niedersachsen)
Hanna Piotter (Bremen-Niedersachsen)
Torsten Jahr (Hessen) und
Dominik Bär (Berlin)

Und das ganz von allein paritätisch.

Herzlichen Glückwunsch!

Unter Verschiedenes gab es diesmal viel zu erzählen.
Es ging um eine Stellungnahme des BDP Hessen zu die 1-Euro-Jobs, in der sie erklärten, der BDP solle insgesamt dieses Hartz IV-Programm nicht unterstützen, da es Arbeitslose ausbeute und nur die Arbeitsargenturen bereichere. Außerdem würden Stellen abgebaut, um sie durch Billigkräfte zu ersetzen, die völlig unterqualifiziert seien. Doch auch in den Landesverbänden wurde schon darüber diskutiert und teilweise wurden Wege gefunden, diese 1-Euro-Jobs so zu nutzen, dass sie niemanden schaden, sondern im Gegenteil Arbeitslosen und dem BDP helfen. So wurden Leute eingestellt, die sowieso schon im BDP ehrenamtlich tätig waren. Teilweise ist der Landesverband die Verwaltungsinstanz, teilweise, wie in Hamburg zum Beispiel, wird die Arbeitskraft von einem anderen Träger bereitgestellt, sodass weder extra Arbeit noch extra Kosten auf den BDP zukommen. Da dieses Thema nicht vollständig besprochen werden konnte, wird sich der Fachausschuss Politik und Aktion diesem Thema annehmen.

Des Weiteren wurde der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern unter die Lupe genommen, um Gerüchte aufzuklären und die finanzielle Lage zu besprechen. Da auch hier wieder nicht alle Fragen befriedigend beantwortet werden konnten, hat sich der Landesverband auf ein Treffen mit den Revisoren verständigt, damit finanzielle Fragen vor Ort erörtet werden können. Außerdem soll die Kommunikation von Bundesebene auf Landesebene verbessert werden, sodass keine Grüchte entstehen können, die sich dann weiter aufbauschen, weil sie niemand richtig stellt oder fragt.

Am Samstagabend gab es noch ein Treffen von Leuten, die Interesse an der Mitgestaltung an einer BDP-Struktur-Broschüre hatten. Dort wurde dann ein Rahmenkonzept erarbeitet, welches im Laufe des Januars per Mail und dann am Ende des Monats auch persönlich weiter entwickelt wird. Mitte März soll diese Broschüre dann fertig sein und jedem Landesverband zur Verfügung stehen. Dieses Heft soll übrigens nicht so trocken und langweilig sein, wie sich der Inhalt anhört: Struktur. Wir wollen dies mit Pfiff und Lockerheit gestalten, damit Meschen allen Alters ein Verständnis für die Arbeit im BDP bekommen.
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